Tarifvertrag manteltarifvertrag mfa

Insgesamt ist der Tarifvertrag nur in Ländern hoch und stabil, in denen Verträge mit mehreren Arbeitgebern (d. h. auf sektoraler oder nationaler Ebene) ausgehandelt werden und in denen der Anteil der Unternehmen, die Mitglied einer Arbeitgebervereinigung sind, hoch ist oder in denen Vereinbarungen auch auf Arbeitnehmer ausgedehnt werden, die in Unternehmen arbeiten, die nicht Mitglied eines unterzeichnenden Arbeitgeberverbandes sind. In Ländern, in denen Tarifverträge hauptsächlich auf Unternehmensebene unterzeichnet werden, geht die Deckung tendenziell Hand in Hand mit der Gewerkschaftsdichte. Arbeitnehmer in kleinen Unternehmen sind im Allgemeinen seltener betroffen, da diese Unternehmen oft nicht in der Lage sind, eine Vereinbarung auf Unternehmensebene auszuhandeln, oder eine Gewerkschaft oder eine andere Form der Arbeitnehmervertretung am Arbeitsplatz fehlt. In Spanien – siehe OECD (2014[76]) für weitere Einzelheiten und eine vorläufige Überprüfung – hat die Reform von 2012 das Günstigkeitsprinzip umgekehrt, bei dem Vereinbarungen auf Unternehmensebene Vorrang vor Vereinbarungen auf sektoraler oder regionaler Ebene eingeräumt werden. Die Reform erleichterte es den Unternehmen auch, sich entweder auf Vereinbarung mit Arbeitnehmervertretern oder durch einseitige Unterweisung einer öffentlichen dreigliedrigen Stelle von Vereinbarungen auf höherer Ebene oder Vereinbarungen auf Unternehmensebene abzumelden. Die spanischen Unternehmen scheinen diese neuen Bestimmungen vorerst nicht in nennenswertem Zusammenhang genutzt zu haben. Nr.

1. Schätzung auf der Grundlage der Tariferstattungsquote und der Gesamtzahl der Beschäftigten der OECD ALFS. Nr. 1. Statistiken, die auf der Erhebung über die Struktur der Verdienste (Norwegen und Schweiz) basieren, beziehen sich auf die Art der Lohnvereinbarung, die mindestens 50 % der Arbeitnehmer abdeckt. Dies könnte erklärt werden, warum die für Norwegen gemeldeten Daten nicht das zweistufige Verhandlungssystem widerspiegeln, das auf einem hierarchischen System basiert (d. h. eine Basisvereinbarung, die mehrere Branchen-/Sektorensektorvereinbarungen und Vereinbarungen auf Unternehmensebene abdeckt).

Statistiken auf der Grundlage der dritten Erhebung der Europäischen Aktien (alle anderen europäischen Länder) beziehen sich auf Arbeitnehmer in Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten. Tarifverhandlungen können sich auch auf die Lohnstreuung und Einkommensungleichheit auswirken (z. B. durch Auswirkungen auf die Beschäftigung, aber auch durch ihren Einfluss auf die Managergehälter auf Unternehmensebene und das Steuer- und Sozialleistungssystem auf Länderebene), die Arbeitslosigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Reaktion des Arbeitsmarktes auf unerwartete Schocks (siehe Kapitel 3). Die Erfassung dieser Variation setzt eine genauere Buchführung für die institutionellen Aufführungssysteme und -praktiken voraus, die die Tarifverhandlungssysteme kennzeichnen. Über die Repräsentativität der Sozialpartner und die Abdeckung von Tarifverträgen hinaus (auch unter Berücksichtigung der Rolle der Erweiterungsmechanismen) wurden in dem Kapitel vier verschiedene Bausteine genannt, in die Tarifverhandlungssysteme zerlegt werden können.